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Sessel

Ein guter Sessel wird schnell zum Lieblingsplatz: am Fenster mit einem Buch, neben dem Sofa beim Gespräch oder abends mit einer Tasse Tee. Entdecke unsere Sessel und finde das Modell, in dem Du Dich zu Hause fühlst. Am besten probierst Du Deinen Favoriten vorher aus – beim Probesitzen in Deiner Kabs Filiale.

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Was zeichnet einen guten Sessel aus?

Ein Sofa teilst Du mit anderen. Ein Sessel ist Dein eigener Platz und deshalb sollte er genau zu Dir passen. Wie gut Du darin sitzt, entscheiden wenige Details: die Maße, die Polsterung und die Form der Rückenlehne.

Ein Wohnzimmersessel kann die Sitzgruppe ergänzen, als Lesesessel am Fenster stehen oder zum Entspannen vor dem Fernseher dienen. Welche Sesselart zu Dir passt, zeigt sich daran, wie Du sitzen möchtest.

Welche Sesselart passt zu Dir?

Die verschiedenen Sesselarten unterscheiden sich vor allem in ihrem Sitzgefühl, ihrer Gestaltung und ihren Funktionen:

  • Loungesessel sind auf entspanntes Sitzen ausgelegt und haben häufig eine niedrigere Sitzhöhe, eine großzügige Sitzfläche oder eine leicht zurückgelehnte Sitzposition.
  • Relaxsessel bieten je nach Modell verstellbare Rücken-, Kopf- oder Fußteile und weitere Komfortfunktionen.
  • Ohrensessel haben eine hohe Rückenlehne mit charakteristischen seitlichen Ohren, die Kopf und Schultern stützen.
  • Fernsehsessel sind auf bequemes Sitzen und Zurücklehnen beim Fernsehen ausgerichtet und können ebenfalls verstellbare Funktionen besitzen.

Sessel kaufen: Worauf solltest Du achten?

Einen bequemen Sessel erkennst Du nicht an einem einzelnen Maß. Ein Sessel passt zu Dir, wenn Maße, Polsterung und Rückenlehne zu Deinem Körper und Deiner bevorzugten Sitzhaltung passen. Und er sollte in den Raum passen, in dem er stehen soll. Das gilt für jede Sesselart, vom Polstersessel bis zum Relaxsessel.

Sitzhöhe, Sitztiefe und Sitzgefühl richtig einordnen

Die Sitzhöhe ist der Abstand vom Boden bis zur Oberkante der Sitzfläche. Ob sie zu Dir passt, hängt vor allem von der Länge Deiner Unterschenkel ab. Die Höhe stimmt, wenn Deine Füße flach auf dem Boden stehen und die Sitzkante nicht gegen die Oberschenkel drückt. Auf einem sehr niedrigen Sitz liegen die Knie höher als die Hüfte. Das fühlt sich gemütlich an, macht das Aufstehen aber mühsamer.

Die Sitztiefe reicht von der Vorderkante des Sitzes bis zur Rückenlehne. Hier zählt die Länge Deiner Oberschenkel mehr als Deine Körpergröße. Ein guter Anhaltspunkt: Wenn Dein Rücken an der Lehne liegt, bleibt zwischen Sitzkante und Kniekehle noch etwas Luft. Ist der Sitz zu tief für Dich, kannst Du Dich entweder nicht bequem anlehnen oder musst auf der Sitzfläche nach vorn rutschen. Ein Kissen im Rücken kann die nutzbare Sitztiefe verkürzen.

Zwei Zahlen allein bestimmen Deine Sitzposition aber nicht. Wichtig sind auch:

  • die Sitzneigung, also wie stark die Sitzfläche nach hinten abfällt
  • Höhe und Winkel der Rückenlehne
  • die Polsterung

Eine hohe Rückenlehne stützt die Schultern und bei manchen Modellen auch den Kopf. Eine niedrigere Lehne lässt Schultern und Armen mehr Freiheit. Zwei Sessel mit gleicher Sitzhöhe und Sitztiefe können sich deshalb ganz unterschiedlich anfühlen.

Fest oder weich: das richtige Sitzgefühl finden

Feste und weiche Polsterung beschreiben unterschiedliche Sitzgefühle und sind keine Qualitätsstufen. Auf einem festeren Polster sinkst Du weniger tief ein und bekommst meist mehr Halt. Das ist besonders angenehm, wenn Du lieber aufrechter sitzt oder beim Aufstehen etwas mehr Unterstützung möchtest. Eine weichere Polsterung gibt stärker nach, passt sich Deinem Körper spürbarer an und sorgt für ein entspannteres Sitzgefühl. Wie tief Du tatsächlich sitzt, hängt deshalb nicht nur von der angegebenen Sitzhöhe ab, sondern auch davon, wie stark das Polster nachgibt.

Beim Probesitzen bleibst Du am besten ein paar Minuten in der Haltung, in der Du auch zu Hause sitzt, zum Beispiel mit einem Buch oder zurückgelehnt. Achte dabei auf diese Punkte:

  • Deine Füße stehen flach auf dem Boden.
  • Die Rückenlehne stützt Dich, ohne Dich nach vorn zu schieben.
  • Wenn der Sessel Armlehnen hat, liegen Deine Arme entspannt darauf und die Schultern bleiben unten.
  • Du kommst ohne großen Schwung wieder hoch.
  • Bei Sesseln mit Verstellfunktion testest Du jede Position, die Du nutzen möchtest, und prüfst, ob Du die Bedienung bequem erreichst.

Größe und Stellfläche im Wohnzimmer planen

Für die Stellfläche zählen Gesamtbreite und Gesamttiefe, nicht die Sitzmaße. Bei gleicher Sitzbreite braucht ein Sessel mit breiten, gepolsterten Armlehnen spürbar mehr Platz als ein Modell mit schmalen Lehnen. Mit der Tiefe ist es genauso: Eine dick gepolsterte Rückenlehne macht den Sessel tiefer, ohne dass Du mehr Sitzfläche gewinnst.

Plane auch den Raum um den Sessel herum ein. Vor dem Sessel brauchst Du Platz für die Beine, daneben einen freien Durchgang. Steht der Sessel schräg zum Sofa, nimmt er mehr Fläche ein als an der Wand. Relaxsessel brauchen mit ausgefahrenem Fußteil oder zurückgelegter Lehne zusätzlichen Platz nach vorn und oft auch Abstand zur Wand. Ein einfacher Test: Klebe die Grundfläche mit Malerkrepp auf den Boden und lebe ein, zwei Tage damit. In kleineren Räumen wirken kleine Sessel mit schmalen Armlehnen und sichtbaren Füßen leichter, weil der Boden darunter frei bleibt.

Prüfe vor dem Kauf auch den Weg in die Wohnung. Vergleiche Breite, Höhe und Tiefe des Sessels mit Haustür, Flur, Zimmertür und Treppenhaus. Möbel werden beim Tragen oft gekippt oder gedreht. Deshalb zählen auch enge Kurven und der Platz zum Rangieren.

Sessel mit Hocker: Beine hochlegen ohne Funktion

Wenn Du die Beine hochlegen möchtest, aber keinen verstellbaren Sessel brauchst, ist ein Sessel mit Hocker eine gute Lösung. Der Hocker lässt sich bei Bedarf wegstellen und dient zwischendurch als zusätzliche Sitz- oder Ablagefläche. Passende Polsterhocker findest Du in einer eigenen Kategorie. Achte darauf, dass der Hocker etwa auf Höhe der Sitzfläche liegt und Du vor dem Sessel genug Platz für ihn einplanst.

Welcher Bezug passt zu Deinem Alltag?

Der passende Bezug richtet sich danach, wie oft Du den Sessel nutzt, wer darauf sitzt und wo er steht. Der Materialname allein sagt darüber wenig. Achte deshalb vor allem auf diese Punkte:

  • Reinigung: Prüfe in der Produktbeschreibung, wie sich der Bezug reinigen lässt. Mit Kindern im Haushalt spielt das eine größere Rolle.
  • Oberfläche: Glatte und strukturierte Stoffe wie Bouclé oder Cord verhalten sich im Alltag unterschiedlich. In Schlingengewebe können Krallen von Haustieren leichter hängen bleiben.
  • Strapazierfähigkeit: Bei Stoffen gibt der Martindale-Wert in Scheuertouren an, wie abriebfest ein Bezug ist. Für einen Sessel, den Du täglich nutzt, lohnt sich ein Blick darauf.
  • Licht: Steht der Sessel direkt am Fenster, achte auf die Lichtechtheit, damit die Farbe nicht ausbleicht.

Stoffbezüge wie Webstoff, Mikrofaser, Cord, Bouclé oder Samt bringen unterschiedliche Strukturen und Haptiken mit. Leder entwickelt mit der Zeit eine eigene Patina, Kunstleder lässt sich häufig unkompliziert abwischen. Einen ausführlichen Vergleich der Materialien und Polsterungen findest Du im Sessel-Ratgeber. Wie Du Stoff, Leder und Kunstleder sauber hältst, erfährst Du unter Polsterpflege und Fleckenschutz.

Sessel passend zum Sofa und Wohnraum auswählen

Ein Sessel muss nicht aus derselben Serie stammen wie Dein Sofa, um dazu zu passen. Eine Verbindung entsteht auch über einzelne gemeinsame Merkmale, zum Beispiel über die Farbe, die Art des Bezugs, die Form der Füße oder eine ähnlich runde oder eckige Formensprache.

Achte auf die Proportionen. Hat der Sessel eine ähnliche Sitzhöhe wie das Sofa, sitzen alle bei Gesprächen auf einer Höhe. Liegen die Rückenhöhen weit auseinander, kann die Sitzgruppe unruhig wirken. Auch das optische Gewicht zählt: Neben einem Sofa mit breiten Armlehnen kann ein filigraner Sessel auf dünnen Füßen verloren wirken, ein wuchtiger Sessel neben einem schlanken Sofa dagegen sehr dominant.

Ein Sessel darf auch bewusst einen Akzent setzen, etwa mit einer Kontrastfarbe oder einem anderen Material. Ein gemeinsames Detail wie Farbe, Material oder Fußform verbindet Sofa und Sessel dann optisch miteinander. Wenn Du Sofa und Sessel gemeinsam planst, findest Du Anregungen bei unseren Sofas. Für eine einheitliche Sitzgruppe lohnt sich ein Blick auf die Polstergarnituren.

Sessel bei Kabs probesitzen und beraten lassen

Maße helfen bei der Vorauswahl. Wie hoch, tief und fest sich ein Sessel für Dich tatsächlich anfühlt, merkst Du aber erst beim Probesitzen. Die Sessel aus unserem Onlineshop kannst Du in unseren Kabs-Filialen ausprobieren, vergleichen und Dich persönlich beraten lassen. Setz Dich dabei ruhig auch in ein Modell, das Du eigentlich nicht im Blick hattest. Der direkte Vergleich zeigt oft schneller, was Dir beim Sitzen wichtig ist.

Bring am besten die Maße Deines Raums und Deines Sofas mit, dazu ein Foto von der Stelle, an der der Sessel stehen soll. So lässt sich schneller eingrenzen, welche Modelle für Dich infrage kommen. Alles zur Beratung in Deiner Filiale findest Du auf unserer Serviceseite, die Kabs Filiale in Deiner Nähe über die Filialsuche.

Häufige Fragen zu Sesseln

Welche Sitzhöhe und Sitztiefe sollte ein Sessel haben?

Die passende Sitzhöhe richtet sich nach der Länge Deiner Unterschenkel, die passende Sitztiefe nach der Länge Deiner Oberschenkel. Beide Maße stimmen, wenn Deine Füße flach auf dem Boden stehen und beim Anlehnen etwas Luft zwischen Sitzkante und Kniekehle bleibt.

Welcher Bezug eignet sich für einen Sessel im Alltag?

Für häufig genutzte Sessel eignen sich Mikrofaser und dicht gewebte Stoffe mit guter Abriebfestigkeit. Mit Kindern oder Haustieren sind pflegeleichte Bezüge ohne grobe Schlingen oft praktischer. Kunstleder und geschütztes Leder lassen sich je nach Ausführung häufig einfach abwischen.

Wie viel Platz braucht ein Sessel?

Orientiere Dich an der Gesamtbreite und Gesamttiefe des Sessels, nicht nur an der Sitzfläche. Plane zusätzlich Platz für Deine Beine und einen freien Durchgang ein. Bei Relaxsesseln kommt der Platz für die ausgefahrene Funktion hinzu, bei einem Sessel mit Hocker die Fläche für den Hocker.

Sessel mit Hocker oder Relaxsessel: Was ist besser?

Ein Sessel mit Hocker ist flexibel: Du kannst den Hocker wegstellen oder anders nutzen. Ein Relaxsessel bringt die Fußstütze gleich mit und lässt sich je nach Modell in mehrere Positionen verstellen. Wenn Du oft zurückgelehnt sitzt oder liest, ist ein Relaxsessel bequemer. Wenn Du den Platz vor dem Sessel lieber frei hältst, passt ein Sessel mit Hocker besser.

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